Ausstellung „Geschichte und Zukunft des Humanismus“ im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel eröffnet

Gemeinsam bringen wir Fragen nach Würde, Selbstbestimmung und Menschlichkeit in den Krankenhausalltag.

Gemeinsam mit dem Humanistischen Landesverband Berlin-Brandenburg haben wir am 22. September die Ausstellung „Geschichte und Zukunft des Humanismus“ bei uns im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel eröffnet. Damit ist die Ausstellung erstmals in einem Krankenhaus zu sehen und wird bis zum Jahresende bei uns gezeigt.

Zur Eröffnung begrüßte Gabriele Wolter, Geschäftsführerin des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel, die Gäste. Grußworte sprachen Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip und David Driese, Vorstand des Humanistischen Landesverbandes Berlin-Brandenburg.

Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung humanistischer Ideen von ihren historischen Ursprüngen bis in die Gegenwart nach. Sie zeigt, wie Werte wie Menschenwürde, Freiheit, Vernunft, Solidarität und Selbstbestimmung Orientierung in gesellschaftlichen Debatten bieten und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

In unserem Universitätsklinikum begegnen Menschen täglich existenziellen Fragen rund um Krankheit, Gesundheit, Sterben und Trauer. Damit wird die Ausstellung bei uns in einem Umfeld gezeigt, in dem die Auseinandersetzung mit Würde, Selbstbestimmung und menschlicher Begleitung unmittelbar erfahrbar ist.

„Medizin braucht Wissen und Können – aber ebenso eine klare Haltung zum Menschen. Respekt, Würde und Selbstbestimmung gehören deshalb zum Kern unseres Selbstverständnisses. Eine Ausstellung, die dazu anregt, über diese Grundlagen unseres Zusammenlebens nachzudenken, hat in unserem Haus einen sehr stimmigen, sehr guten Platz“, sagte Gabriele Wolter, Geschäftsführerin des Universitätsklinikums, zur Eröffnung.

„Was ist menschlicher als die Fürsorge eines Menschen in gesundheitlicher Not? Einander zu helfen liegt in unserer Natur – im Alltag mit seinen Nöten und Zwängen gerät aber leicht aus den Augen, was Menschlichkeit und Humanismus eigentlich bedeuten“, sagte Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip. „Deshalb ist diese Ausstellung so wichtig und wo würde sie besser passen als in unserem Universitätsklinikum!“

David Driese, Vorstand des Humanistischen Landesverbandes Berlin-Brandenburg, ging in seiner Eröffnungsrede auf die Geschichte des organisierten Humanismus und seine Bedeutung für die Gegenwart ein. Besonders hob er die bei uns im Universitätsklinikum ergänzte Tafel zur humanistischen Seelsorge hervor.

„Was aus dieser Geschichte herausgewachsen ist und was Humanismus heute als lebendige Praxis bedeutet, zeigt sich nirgends deutlicher als in unserer Lebensbegleitung, der humanistischen Seelsorge – einer Begleitung von Menschen in existenziellen Situationen. Was wirklich trägt in solchen Momenten, ist menschliche Nähe und Anteilnahme. Zeit für Gedanken, Zweifel und Ängste. Die Möglichkeit, so verletzlich, wie man gerade ist, man selbst sein zu dürfen“, sagte Driese.

Die neue Tafel macht sichtbar, was humanistische Seelsorge ist und welche Bedeutung sie in einem Krankenhaus haben kann. „Wer eine solche Begleitung wünscht, soll wissen, dass es sie gibt“, so Driese weiter.

Ausstellung besuchen

Die Ausstellung ist bis zum 31. Dezember 2026 bei uns im Uniklinikum zu sehen. Sie kann täglich zwischen 8 und 21 Uhr im Bereich des Haupteingangs / Kronleuchter besucht werden.