04. März 2026

Diese Kurve spart Zeit

Mit der digitalen Blutzuckerkurve entwickeln sich neue Routinen.

Wenn Dr. med. Carsten Gerhardt in seinen Arbeitstag startet, ist ein Termin ganz weit vorn im Kalender des Leitenden Oberarztes der Gastroenterologie und der Diabetologie: Jeden Morgen trifft er sich mit den Diabetesberaterinnen, um die Therapie der Diabetespatienten zu besprechen. „Wir kümmern uns nicht nur um die Diabetiker auf unserer Station, sondern um jeden Patienten, der ein Blutzuckerproblem hat – egal, auf welcher Station er liegt“, erklärt Carsten Gerhardt.

Zusammen mit den Beraterinnen schaut er sich von den Patienten die morgendlichen Blutzuckerwerte und auch die Werte des Vortages an. Das geht schnell. Mit ein paar Klicks in der elektronischen Patientenakte. Seit dem vergangenen Jahr werden die Blutzuckerwerte im Uniklinikum digital erfasst. Den Anfang machten im Februar die Stationen 3.1B und 3.1C. Bis zum Sommer folgten alle anderen Stationen. Die digitale Blutzuckerkurve ermöglicht es, am Morgen die Therapien für den gesamten Tag festzulegen. Das System hält auch ein Korrekturschema vor, wie der Leitende Oberarzt erklärt. Es informiert, wie die Medikation angepasst werden soll, wenn die Werte schwanken.

Für Carsten Gerhardt bedeutet die digitale Blutzuckerkurve eine höhere Patientensicherheit und eine enorme Zeitersparnis. Vor der Digitalisierung „haben wir uns dreimal am Tag zusammengesetzt, um zu beraten, wie die Patienten behandelt werden sollen“.

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