19. Januar 2026

Ein hartes Stück Arbeit

Silke Eichler hat ihre Weiterbildung zur Pflegehelferin mit Bravour abgeschlossen.

Sie habe darum gekämpft, sagt Silke Eichler. Sie wollte sich unbedingt zur „Staatlich anerkannten Pflegehelferin“ qualifizieren. 700 Stunden lernen – neben der praktischen Arbeit auf der Station 3.2D im Uniklinikum. Die Schule hat sie sich selbst gesucht. In Magdeburg ist sie fündig geworden. „Wir waren eine gemischte Klasse. 24 Leute im Alter von 17 bis 60 Jahren“, erzählt Silke Eichler. Die 60-Jährige ist sie gewesen. Sie hat sich noch einmal auf die Schulbank gesetzt, um mehr Verantwortung im Beruf übernehmen zu können und um ihre Position im Team zu stärken. Silke Eichler hat ursprünglich als Verkäuferin gearbeitet und ist dann in die Pflege gewechselt. Sie war unter anderem Versorgungsassistentin im Herzkatheterlabor und hat das Flexteam unterstützt.

Für die gebürtige Brandenburgerin war die Weiterbildung zur Pflegehelferin eine ganz neue Erfahrung. Plötzlich standen Hausaufgaben auf dem Plan und sogar eine Power-Point-Präsentation für einen Vortrag. „Ich wollte es den jungen Leuten zeigen“, sagt die 60-Jährige. Hilfe hat sie von der Praxisanleiterin Cornelia Fuchs bekommen. Und Silke Eichler hat es geschafft. Mehr als nur geschafft. Auf ihrem Zeugnis prangt die Note eins. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, meint sie rückblickend. Sie ist stolz auf das Erreichte. Jetzt, als Krankenpflegehelferin, darf sie bei Patienten sogar subkutan spritzen. Ansonsten gehören zu ihren Aufgaben die Grundpflege von Patienten, der Check der Vitalzeichen oder auch die Blutzuckerkontrolle.

„Ich ermutige jeden, diese Weiterbildung zu machen“, sagt Silke Eichler. Dabei haben es die, die nach ihr kommen, deutlich einfacher. Im Oktober startete die erste Klasse mit künftigen Krankenpflegehelfern am Uniklinikum ihren einjährigen Kurs. „17 Teilnehmer hat der Kurs“, sagt Cornelia Fuchs. Zur Theorie müssen sie nicht weit fahren. Das übernimmt die Medizinische Schule in der Havelstadt.

Zurück