17. Juli 2026
Gelebter Verbund der Unikliniken
Die Brandenburger Pathologie versorgt weitere Standorte.
Seit März dieses Jahres befundet das Team von Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Kalinski, Chefarzt des Instituts für Pathologie, auch Präparate, die vom Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg eingeschickt werden. „Das sind Gewebeproben und Zellmaterial von ambulanten Patienten des Bernauer Uniklinikums“, erklärt Thomas Kalinski. Seit dem vergangenen Jahr werden von seinem Team auch Präparate ambulanter Patientinnen des Uniklinikums in Rüdersdorf befundet. Künftig soll zudem die stationäre Versorgung übernommen werden.
Thomas Kalinski ist nicht nur Chefarzt der Brandenburger Pathologie. Seit 2025 leitet er auch das Institut für Pathologie und Zytologie des Uniklinikums Ruppin-Brandenburg in Neuruppin. Sein erklärtes Ziel ist es, die Standorte der vier MHB-Trägerkliniken in einem Netzwerk der Pathologie zu vereinigen. „Wir sind ein Klinikverbund – und den sollten wir auch leben“, sagt er. Bernau und Rüdersdorf haben keine eigene Pathologie. Sie nutzen bisher externe Dienstleister.
Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im „Pathologie Netzwerk Brandenburg“ ist ein digitales Informationssystem, in dem alle Daten zum jeweiligen Fall und alle Schnitte des Präparates vom Gewebeschnitt bis zum Befund nachvollziehbar sind. Ein solches System wird bereits am Uniklinikum Brandenburg an der Havel genutzt. Hier werden nicht nur Einsendungen aus dem Uniklinikum, sondern auch von diversen Kliniken und MVZs aus der Region und von zahlreichen niedergelassenen Ärztinnen, Operateurinnen und Zahnärztinnen befundet – sogar überregional.
Über Schnittstellen im Informationssystem können den Ärztinnen und Kliniken die Befunde der Pathologinnen digital zur Verfügung gestellt werden. Möglich ist ein Versand der Ergebnisse mit einer verschlüsselten E-Mail oder Cloud, aber – wenn gewünscht – auch per Post.
Die Digitalisierung werde dabei helfen, eine enge Verbindung zwischen den einzelnen Standorten – vor allem des Klinikverbundes – aufzubauen. Davon ist Thomas Kalinski überzeugt: „Wir müssen standortübergreifend arbeiten. Das ist die Grundlage des Uniklinikverbunds beziehungsweise der Universitätsmedizin in unserer Region.“