18. November 2025

„Ich möchte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“

Sylvia Unger ist seit 1. Juli neue stellvertretende Pflegedirektorin.

Es ist ein Neueinstieg. Und irgendwie auch nicht. Sylvia Unger kennt „fast jeden Winkel hier“, wie sie sagt. Von den Kolleginnen und Kollegen in der Pflege kennt sie noch gut ein Drittel. „Für mich ist es wie ein Nach-Hause-Kommen“, sagt Sylvia Unger.

Die 61-Jährige ist seit dem 1. Juli neue stellvertretende Pflegedirektorin. In Brandenburg hat die gebürtige Havelstädterin ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Am Städtischen Klinikum hat sie mehr als 20 Jahre in der Pflege gearbeitet. In der Augenklinik, in der Orthopädie, dann wechselte sie in die Pflegdienstleitung – und entschied, dass es an der Zeit sei, selbst PDL zu werden, um neue Aufgaben zu übernehmen. Sie absolvierte ein Studium zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie arbeitete unter anderem bei den KMG Kliniken in Kyritz, in Kliniken in Remscheid, Weißenfels, Kassel – und zuletzt ab 2019 im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow. Damals zog Sylvia Unger auch wieder in ihre Geburtsstadt Brandenburg. Hier hat sie einen großen Garten, der für viel Arbeit und Entspannung sorgt. Sie kümmert sich um den Nutzgarten, ihr Mann hat den grünen Daumen für Blumen. Das sei ihr privater Umzug gewesen. Jetzt folgt auch der berufliche. „Ich möchte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“, sagt Sylvia Unger – und nicht mehr täglich viele Kilometer pendeln.

Die stellvertretende PD ist für alle chirurgischen Stationen zuständig. Die Begrüßung des Teams der chirurgischen Abteilung war auch ihre erste Amtshandlung. Mit einem Augenzwinkern erzählt die Brandenburgerin, dass sie sich irgendwann mal bei dem Satz ertappt habe: „Krankenhaus ist nicht mehr meins.“ Aber jetzt, hier am Uniklinikum weiß sie: „Doch – es ist meins!“ Die Pflege begleiten, dem Team den Rücken stärken. Genau darauf freut sie sich. Dabei möchte sie ihrem Motto treu bleiben: „Führen heißt, anderen zu helfen, erfolgreich zu sein.“

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