08. Dezember 2025
Interview gelesen – Bewerbung geschrieben
Beata Szlachta ist HNO-Fachärztin am Uniklinikum und im GZB
Sechs Jahre lang hat Beata Szlachta als Assistenzärztin am Uniklinikum gearbeitet. Genauer: im Team der Chefärztin Prof. Dr. med. Birgit Didczuneit-Sandhop in der Klinik für HNO, Gesichts- und Halschirurgie. In diesem Jahr hat die junge Frau hier ihren Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) erfolgreich bestanden. Seit dem 9. Juli arbeitet sie an zwei Standorten: montags und dienstags weiterhin in der HNO-Klinik in der Hochstraße, an den verbleibenden drei Wochentagen im Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof.
Beata Szlachta hat deutsche Wurzeln und stammt aus Schlesien. Für sie stand lange fest, dass sie ihr Berufsleben in Deutschland verbringen möchte. Darauf hat sie hingearbeitet. Nach ihrem Medizinstudium an der Schlesischen Universität im polnischen Katowice und der Schlesischen Akademie in Zabrze ging sie nach Deutschland und erhielt zusätzlich ihre deutsche Approbation. Die Entscheidung für Brandenburg fiel, nachdem die junge Medizinerin ein Zeitungsinterview mit Prof. Dr. med. Birgit Didczuneit-Sandhop gelesen hatte. „Darin ging es um Geschichte, nicht um die Medizin“, sagt sie. „Sie antwortete sehr charismatisch, was mich tief beeindruckt hat. Daraufhin habe ich mich hier und bei ihr beworben. Meine Unterlagen persönlich vorbeigebracht. Wenige Tage später hatte ich die Stelle.“
Die neue Zweigleisigkeit mit Klinikalltag und Praxisbetrieb gefällt ihr. „Die Arbeit hier und dort unterscheidet sich sehr. Fast jeden Tag kommt was Neues. Ich lerne ja noch immer dazu“, erzählt Beata Szlachta, „wir haben Patienten von ganz klein bis sehr alt – mit unterschiedlichsten Beschwerden“. Gerade Ältere seien sehr dankbare Patienten. Die Ärztin lächelt. „Ich glaube, einige von ihnen fühlen sich ein bisschen einsam und lassen deshalb ganz gern mal etwas Undramatisches abklären. Aber ich habe dafür Verständnis.“
Beata Szlachta wohnt mit ihrem Mann in Berlin Charlottenburg. Inzwischen ist Brandenburg für sie mehr als ein schönes Ausflugsziel. Sie pendelt jeden Tag. „Aber das ist jetzt so. Ich will hier arbeiten und nicht in Berlin. Ich habe mich daran gewöhnt. Kann im Zug lesen und manchmal sogar schlafen.“ Und die Wege zu den Bahnhöfen sind nicht weit.