11. November 2025

Pflegedirektion des Uniklinikum Brandenburg reflektiert Führung und Haltung

unter dem Motto „Pflege ist mehr als Versorgung - Pflege ist gestaltende Kraft „mit medplus kompetenz.

Am 28. Oktober 2025 fand im Rittersaal der Technischen Hochschule Brandenburg eine Klausurtagung der Pflegedirektion des Uniklinikums Brandenburg unter der Leitung von Herrn Kentrup von der Firma medplus kompetenz aus Münster statt. Ziel des Tages war es, die eigene Führungsrolle kritisch zu reflektieren, neue Perspektiven einzunehmen und Impulse für eine zukunftsorientierte Pflegekultur zu setzen.

Unter dem Motto „Arbeiten am System ist kein Luxus – es ist Führungsaufgabe“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie Pflegeführung in einer zunehmend komplexen Krankenhauslandschaft gestaltet werden kann. Dabei stand die Erkenntnis im Mittelpunkt, dass erfolgreiche Führung nicht nur durch fachliche Exzellenz entsteht, sondern durch bewusstes Gestalten von Strukturen, Kommunikation und Haltung.

Auf der Tagung wurde deutlich: Die Herausforderungen in der Pflege – Fachkräftemangel, steigende Anforderungen von Patient:innen und Angehörigen, gesetzliche Vorgaben – lassen sich nicht allein mit alten Methoden lösen.
Herr Kentrup ermutigte die Führungskräfte, „neues Denken durch die Erweiterung von Perspektiven und Haltungen“ zu wagen und so Emergenz, also das Entstehen neuer Lösungsansätze durch Zusammenarbeit, zu fördern.

Ein zentraler Gedanke: Komplexität ist nicht steuerbar, man kann nur in ihr navigieren. Diese Einsicht führte zu lebhaften Diskussionen darüber, wie sich Führung im Spannungsfeld von Stabilität und Veränderung bewegt – zwischen Ambiguität, Ambivalenz und Ambidextrie, also dem gleichzeitigen Ermöglichen von Innovation und Sicherheit.

Ein weiterer Schwerpunkt war der wirksame Umgang mit Feedback und Feedforward. Während Feedback auf die Vergangenheit blickt, richtet Feedforward den Blick nach vorn: Welche Verhaltensweisen und Haltungen können in Zukunft gestärkt werden, um Zusammenarbeit und Motivation zu fördern? Die Teilnehmenden übten konkrete Gesprächsstrategien, um Feedback konstruktiv und wertschätzend einzusetzen.

Zum Abschluss der Tagung reflektierten die Teilnehmenden im Rahmen einer Gruppenarbeit das sogenannte Vier-Quadranten-Modell: Ich – Wir – Innen – Außen. Dieses Modell half, die eigene Rolle zwischen persönlicher Haltung, Teamkultur, Methoden und Strukturen sichtbar zu machen.
In intensiven Diskussionen wurden Stärken benannt und konkrete Schritte für die Weiterentwicklung der Team- und Führungskultur am UKB erarbeitet.

Fazit: Die Klausurtagung bot wertvolle Impulse für die tägliche Führungspraxis und zeigte: Führung in der Pflege bedeutet, Haltung zu zeigen, Räume für Entwicklung zu schaffen und Veränderung aktiv zu gestalten.

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