20. März 2026

Psychologische Begleitung für Familien in Ausnahmesituationen

Seit April 2024 ist Annika Hillers-Taborsky als Psychologin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin tätig.

Vielfältig sei ihr Beruf. Und sehr schön. Emotional könne er „sehr mitreißend sein“, sagt Annika Hillers-Taborksy. Seit April des vergangenen Jahres arbeitet die gebürtige Brandenburgerin als Psychologin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Sie ist da, wenn Frauen nach einer schweren Geburt, die auch emotional belastend ist, Hilfe brauchen. Wenn Eltern eine unerwartete, drastische Verletzung ihres Kindes durch einen Unfall verkraften müssen. Und wenn die Kinder selbst lernen, mit den Unfallfolgen klarzukommen. Bestandteil ihrer Arbeit ist auch der Kinderschutz.

Die 35-jährige Psychologin hat spezielle Weiterbildungen in der Gynäkologischen Psychosomatik & Frauenheilkunde sowie für die Entwicklungspsychologische Beratung & Therapie absolviert. Sie ist ebenfalls ausgebildete Psychoonkologin. Derzeit ist sie in der Kinderklinik in Potsdam für 20 Stunden pro Woche im Einsatz und in Brandenburg an der Havel für zwölf Stunden. Hier teilt sie sich ein Büro mit Oberärztin Sandra Holz. Ginge es nach der Oberärztin, wäre Annika Hillers-Taborsky viel öfter in Brandenburg im Dienst: „Ich bräuchte sie jeden Tag – gerade auf Intensiv als Elternbegleitung.“

Annika Hillers-Taborsky schätzt die Zusammenarbeit mit den „sehr professionellen Teams auf der Kinderintensivstation und auf der Station 2.4“. Sie weiß, dass sie von den Kolleginnen und Kollegen sofort hinzugezogen wird, wenn Eltern oder Kinder oder beide Seiten Unterstützung brauchen. Bei den so wichtigen entlastenden Gesprächen geht es der Psychologin um die Frage: „Wie können wir Druck rausnehmen?“ Dafür brauche sie Empathie. Und nicht zuletzt einen sicheren Raum. Einen Ort ohne Störungen.

Die Brandenburgerin hat ursprünglich eine Ausbildung zur Ergotherapeutin gemacht und während ihrer Tätigkeit in der Rehaklinik in Hohenstücken häufig Kinder behandelt. Hier entstand ihr Wunsch, Psychologie zu studieren. Ihr Studium hat sie über 6,5 Jahre lang berufsbegleitend in Göttingen absolviert. Kinder behandelt sie auch heute. Dabei kann gemeinsames Spielen enorm wichtig sein. „Das kann Gespräche eröffnen und Vertrauen aufbauen“, erklärt Annika Hillers-Taborsky. Es könne auch Verhaltensweisen zeigen, die wichtig für die Einschätzung und weitere Begleitung sind. Ziel der Psychologin ist es, ambulante Hilfsstrukturen und Netzwerke zu stärken, um so eine nahtlose Betreuung nach einem Klinikaufenthalt zu sichern.

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