25. März 2026
Vorsicht: Verwechslungsgefahr!
Dirk und Oliver Tessin sind Zwillingsbrüder und arbeiten im Fuhrpark.
An die erste Frage, die er seinem Bruder Dirk gestellt hat, kann sich Oliver Tessin noch ganz genau erinnern: „Kann man das bis zur Rente machen?“ Klare Antwort: Ja! Viel Abwechslung. Selbstständigkeit ist gefragt. Und außerdem: „Du fährst mit Lkw zu Außenlagern, machst Laborfahrten mit dem Pkw, fährst zu Praxen und zu anderen Kliniken“, sagt Dirk Tessin.
Die beiden Brüder – übrigens eineiige Zwillinge – sind im Fuhrpark des Uniklinikums tätig. Dirk, der um zehn Minuten Ältere von beiden, machte den Anfang. Er kam vor rund drei Jahren hierher. „Mein Bruder hatte mich auf eine Ausschreibung aufmerksam gemacht“, erzählt er. Das Geschäft des gelernten Fotografen hatte die Corona-Krise nicht überstanden. Er musste sich nach einer Alternative umsehen – und fand sie schließlich im Uniklinikum. Vor etwa einem halben Jahr folgte ihm sein „jüngerer“ Bruder Oliver („Dafür bin ich fünf Zentimeter größer als Dirk“). Auch er war selbstständiger Fotograf. „Du hast ja zu Hause schon viel von der Arbeit im Fuhrpark erzählt“, sagt Oliver zu seinem Bruder. „Und ich dachte, es wäre doch cool, wenn wir zusammenarbeiten“, ergänzt Dirk. Der Arbeitswechsel war schnell entschieden.
Auch wenn sie im selben Bereich arbeiten, sehen sie sich bei der Arbeit sehr selten. Jeder hat seine Touren: Treuenbrietzen, Rathenow, Potsdam, Premnitz, Ziesar, Jerichow, Genthin. Je nach Tour und Auftrag. Bei jedem Wetter. „Die ersten 14 Tage waren für mich nicht einfach – ich wusste ja noch nicht, was wo im Uniklinikum ist“, berichtet Oliver Tessin. Die Probezeit hat er inzwischen bestanden. Und die Kollegen haben sich daran gewöhnt, dass es die Tessins im Doppelpack gibt. Lachend erzählt Dirk, der Ältere, wie er auf einer Station etwas abgegeben hat und die Kolleginnen und Kollegen dort freundlich gegrüßt hat. Eine Stunde später musste sein Bruder auf derselben Station etwas abliefern. Er grüßte ebenfalls freundlich und wurde lächelnd gefragt, warum er denn zweimal grüßt? Solche Fragen gibt es heute nicht mehr.
Bei Familientreffen ist für die beiden ihr Job aber nach wie vor ein Thema: Wer hatte welche Touren? Was hat er erlebt? Wie war die Schicht? „Ich liebe das Autofahren, auch Fahrten auf der Autobahn“, schwärmt Dirk. Zur Arbeit allerdings kommt er mit dem Fahrrad. Für ihn ein Muss bei kurzen Strecken