18. Mai 2026
Werbetexterin, MFA und Fachwirtin
Julia Sack ist die neue Praxismanagerin des GZB.
Julia Sack (37) ist keine Neue im GZB am Hauptbahnhof. Vor fünf Jahren wirbelte sie als Schwester Julia in der Orthopädie und – als man erkannte, dass sie mehr als Knochendichtemessungen draufhat – als Springerin durchs Haus. So wurde sie mit den Praxen des Unternehmens und den Mitarbeitern vertraut. Als rechte Hand von Praxismanagerin Marion Jack, die am 25. März in den Ruhestand wechselte, kennt man sie seit drei Jahren. Nun wuppt sie die Arbeit allein, natürlich mit dem bewährten Verwaltungsteam hinter sich.
Ihr Weg hierher war nicht geradlinig. „Ich hätte mir nach der Schule vorstellen können, Moderatorin zu werden. Ich kann halt gut quatschen…“, sagt Julia Sack. „Tiermedizin wäre auch infrage gekommen, Medizin eigentlich nicht.“ Geworden ist sie erst mal Werbetexterin. Aber Leben passiert und ist nicht immer planbar. „Heute bin ich gelernte MFA, habe die Ausbildung als Quereinsteiger gemacht.“ Fertig war sie mit 30, bezeichnet sich selbst lachend als „Fachidiot Orthopädie und Unfallchirurgie“ und sah ihre Ausbildungspraxis schon beinahe als „Wohnzimmer“.
An dieser Stelle kam Marion Jack ins Spiel. Sie war es, die vorschlug, Julia in die Verwaltung zu holen und langfristig einzuarbeiten. Julia Sack erzählt, „wir sind zusammengewachsen und eine Einheit geworden. Es war nicht mal schwer. Ich hatte den Vorteil, aus der Praxis zu kommen und den persönlichen Draht zu vielen Leuten mitzubringen.“ Und sie wollte es „richtig“ machen. „Ich habe mich selbst gegeißelt, mit Unterstützung des GZB die letzten zwei Jahre meinen Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen abgeschlossen, was einem Bachelor entspricht.“ Natürlich neben der Arbeit.
Und was macht eine Praxismanagerin?
Sie sorgt dafür, dass der Laden läuft. „Ganz praktisch geht das damit los, dass ich jeden Morgen um 6.30 Uhr den Anrufbeantworter abhöre und auf eingegangene Krankmeldungen reagieren muss.“ Dann folgen all die Aufgaben, die mit Organisation und Verwaltung, Betriebswirtschaft, Teamkommunikation, Personalgesprächen und Mitarbeiterversammlungen, der dringend anstehenden Digitalisierung oder nicht zuletzt mit der Abrechnung von allem zusammenhängen. „Kein Tag ist wie der andere, manchmal muss ich auch Tränen trocknen“, sagt sie. „Aber wenn ein Tag gut war, haben vom Azubi bis zum Arzt alle ihren Teil daran.“