02. Februar 2026

Zwischen Rettungsstelle und Praxis

Die Chirurgin Anja Harenberg arbeitet auch in Premnitz

Sie ist eine von hier – Anja Harenberg, Fachärztin für Allgemeine Chirurgie, die von 2012 bis 2022 am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel in der Allgemein- und Visceralchirurgie gearbeitet und dort ihren Facharzt gemacht hat. Seit 2022 engagiert sie sich in der Notfallmedizin. Neu ist, dass sie nunmehr auch für das Gesundheitszentrum Brandenburg tätig ist. Sie unterstützt die Chirurgie Premnitz in der Praxis von Dr. med. Eckhard Trägenapp – Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie/Facharzt für Chirurgie.

13 Jahre Klinikbetrieb liegen hinter ihr, die aber auch nicht vorbei sind. An drei Tagen in der Woche ist Anja Harenberg nach wie vor in Brandenburg in der Rettungsstelle anzutreffen. Donnerstags und freitags aber nicht mehr. An diesen Tagen arbeitet sie in Premnitz. An ihrer 40-Stunden-Woche hat sich nichts geändert. „Und auch, was das Fahren angeht. Es macht keinen Unterschied, ob ich nach Brandenburg oder nach Premnitz fahre“. Der Grund für die Teilung ihrer früheren Stelle ist die Familie. „Ich wohne in Wusterwitz, habe einen Mann und zwei Töchter und wollte einfach familienfreundlichere Arbeitszeiten.“ Ihr Mann hätte jahrelang die Kinderbetreuung gewuppt, „immer wenn ich Wochenenddienst hatte“. Jetzt sei alles einfacher. „Ich habe feste Arbeitszeiten und kann auch mal zum Kita-Fest oder die Mädchen nach der Zeugnisübergabe abholen.“ Früher war das eher schwierig. Die ambulante Arbeit in Premnitz unterscheide sich von der im Klinikum. „Das hier ist mehr die kleine Chirurgie und nicht mehr das, was man in der Rettungsstelle macht.“ Aber deswegen nicht weniger wichtig.

Anja Harenberg ist in Brandenburg an der Havel groß geworden und hat am von Saldern-Gymnasium ihr Abi gemacht. Das war vor genau 20 Jahren. Medizin machen wollte sie schon immer. „Ich glaube, zu Kita-Zeiten war es noch die Kinderkrankenschwester, aber seit Beginn der Schule wollte ich nichts anderes als Ärztin werden“, sagt sie. Seit dem Wechsel zum Gymnasium hat sie genau darauf hingearbeitet. Ihr Studium machte sie in Berlin, die komplette Facharztausbildung wie erwähnt schon wieder „zu Hause“, in Brandenburg. Warum es schlussendlich die Chirurgie geworden ist? „Ich bin eben eine Praktische und wollte am liebsten medizinisch-praktisch arbeiten. Also auch mal was mit den Händen machen, ein bisschen handwerklich eben.“ Genau das glaubt man der offenen und sympathischen 39-Jährigen aufs Wort.

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