Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie & -urologie

Hypospadie – Fehlmündung der Harnröhre

Die Hypospadie ist eine häufige angeborene Fehlbildung bei Buben: Die Harnröhre mündet nicht an der Penisspitze, sondern weiter unten – z. B. an der Unterseite des Penisschafts oder am Hodensack. Zusätzlich können die Vorhaut unvollständig sein und eine Penisverkrümmung vorliegen.

Welche Folgen kann das haben?

Je nach Ausprägung kann das Wasserlassen erschwert sein, etwa weil der Urinstrahl nicht gerade nach vorne, sondern nach unten geht. In schwereren Fällen kann später auch die Sexualfunktion betroffen sein.

Wann und wie wird behandelt?

Die Operation erfolgt meist im Alter zwischen 6 und 18 Monaten – also noch vor dem Beginn der Sauberkeitserziehung. Ziel der Operation ist eine funktionell und kosmetisch normale Harnröhre. Dabei wird die Öffnung an die Spitze des Penis verlegt und mögliche Krümmungen werden begradigt.

Ablauf und Nachsorge

Der Eingriff erfolgt unter Narkose. Nach der OP trägt das Kind einen Verband und einen Katheter zur Harnableitung für wenige Tage. Die Heilung wird regelmäßig kontrolliert. Die meisten Kinder können nach kurzer Zeit wieder normal spielen.

Pfeil nach unten

Ihr nächster Schritt:

Lassen Sie sich frühzeitig in einer kinderchirurgischen Sprechstunde beraten, wenn bei Ihrem Sohn eine Hypospadie festgestellt wurde. Eine frühzeitige OP-Planung sorgt für einen optimalen Verlauf und reduziert mögliche Spätfolgen.