Dünndarmatresie

Ihr Kind hat eine Dünndarmatresie – was bedeutet das?

Die Diagnose „Dünndarmatresie“ klingt zunächst beunruhigend. Sie bedeutet, dass ein Teil des Dünndarms bei Ihrem Kind nicht durchgängig ist – also kein Nahrung hindurch kann. Diese Fehlbildung wird meist kurz nach der Geburt erkannt und kann in spezialisierten Zentren wie der Kinderchirurgie am UKB erfolgreich behandelt werden. Viele betroffene Kinder entwickeln sich nach der Operation gut und normal. Wir beraten Sie in Ruhe und besprechen gemeinsam die nächsten Schritte.

Was ist eine Dünndarmatresie?

Die Dünndarmatresie ist eine angeborene Fehlbildung. Dabei ist ein Teil des blockiert oder gar nicht richtig angelegt. Dadurch entsteht eine Unterbrechung der Darmpassage. Das Baby kann Nahrung aufnehmen, diese gelangt aber nicht weiter durch den Darm.
Die Ursache liegt in einer Entwicklungsstörung während der Schwangerschaft. Es gibt verschiedene Formen dieser Fehlbildung – von einer dünnen Membran, die das Darmlumen verschließt, bis hin zu mehreren unterbrochenen Darmstücken.

Symptome und mögliche Auswirkungen

Bereits in der Schwangerschaft kann ein Fruchtwasserüberschuss (Hydramnion) auf eine Dünndarmatresie hinweisen. Nach der Geburt zeigen sich typische Symptome:

  • Das Neugeborene erbricht nach dem ersten Stillen
  • Es kommt zu keiner normalen Darmentleerung
  • Der Bauch kann gespannt oder gebläht wirken

Diese Beschwerden deuten auf einen Darmverschluss hin – ein Zustand, der schnell ärztlich behandelt werden muss.

Muss eine Dünndarmatresie behandelt werden?

Ja. Ohne Operation kann ein Baby mit Dünndarmatresie nicht überleben. Eine Behandlung ist notwendig, wenn:

  • Der Dünndarm nicht durchgängig ist
  • Es zu Erbrechen, Bauchschmerzen oder Blähungen kommt
  • Ein Darmverschluss vorliegt

Operative Behandlung

Die Operation wird meist innerhalb der ersten Lebenstage durchgeführt. Dabei wird der nicht durchgängige Darmabschnitt entfernt und die gesunden Enden wieder miteinander verbunden. Dies nennt man Anastomose.

Nachsorge und Prognose

Nach der Operation bleibt Ihr Kind mehrere Tage bis Wochen im Krankenhaus – abhängig von der allgemeinen Verfassung, eventuellen Begleiterkrankungen oder einer Frühgeburt. Die Prognose ist in den meisten Fällen gut. Einige Kinder benötigen länger, bis der Darm sich vollständig erholt. Mit Geduld, ärztlicher Begleitung und liebevoller Unterstützung gelingt der Übergang zum normalen Essen meist gut.

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Kontaktmöglichkeit

Unser Team der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel (UKB) ist spezialisiert auf die Behandlung von angeborenen Fehlbildungen wie der Dünndarmatresie. Wir begleiten Sie und Ihr Kind durch die gesamte Behandlung.