Enddarm-Erkrankungen bei Kindern: Rektumprolaps
Fissuren, Abszesse Fisteln und Rektumprolaps
Enddarm-Erkrankungen sind bei Kindern keine Seltenheit. Meist sind sie harmlos und heilen von selbst oder mit einfachen medizinischen Maßnahmen wieder ab. Dazu gehören z. B. Analfissuren, perianale Abszesse, Analfisteln oder Rektumprolaps. Auch wenn solche Beschwerden beunruhigend wirken können, verlaufen sie in der Regel unkompliziert. Wichtig ist jedoch eine genaue Diagnostik und im Bedarfsfall eine angepasste Behandlung durch erfahrene Kinderchirurg:innen.
Was ist ein Rektumprolaps?
Beim Rektumprolaps wölbt sich ein Teil des Enddarms durch den After nach außen. Dies passiert häufig bei kleinen Kindern unter 5 Jahren, meist nach dem Stuhlgang. Oft zieht sich der Darm von selbst zurück oder kann vorsichtig von den Eltern zurückgeschoben werden.
Wie wird behandelt?
In den meisten Fällen reicht eine gute Stuhlregulation:
- Viel trinken, ballaststoffreiche Ernährung
- Regelmäßiger Toilettengang ohne Pressen
- Ggf. Einnahme von stuhlregulierenden Mitteln
Wenn sich der Zustand nach dem 4. oder 5. Lebensjahr nicht bessert oder der Prolaps besonders ausgeprägt ist, kann eine kleine Operation notwendig sein. Häufig hilft eine sogenannte Sklerosierung (Verödung des Gewebes).
In schweren Fällen stehen weitere Operationsmethoden zur Verfügung, über die wir Sie in der Kinderchirurgie individuell beraten.
Kontaktmöglichkeit
Haben Sie bei Ihrem Kind Beschwerden am After bemerkt? Unser Team der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel ist für Sie da. In unserer Spezialsprechstunde führen wir eine gründliche Untersuchung durch und besprechen alle Behandlungsmöglichkeiten in Ruhe mit Ihnen.