Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie & -urologie
Hodenverdrehung (Hodentorsion) bei Kindern
Die Hodentorsion ist ein urologischer Notfall und tritt vor allem bei Jugendlichen und Kindern auf. Dabei dreht sich der Hoden um seine eigene Achse, wodurch die Blutzufuhr unterbrochen wird. Ohne schnelle Behandlung kann dies zu schweren Schäden am Hoden bis hin zum Verlust des Organs führen. Eine rasche Diagnose und Operation sind entscheidend, um den Hoden zu retten.
Woran erkennen Sie eine Hodentorsion?
Die Beschwerden treten meist ganz plötzlich auf. Typische Anzeichen sind:
- Starke Schmerzen im Hoden, die in die Leiste ausstrahlen
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Schwellung oder Rötung des Hodensacks
Bei diesen Symptomen sollte sofort eine Kinderklinik aufgesucht werden.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine körperliche Untersuchung. Ein Ultraschall mit Farbdoppler kann die Durchblutung des Hodens beurteilen. Besteht der Verdacht auf eine Hodentorsion, ist meist eine sofortige Operation notwendig – eine Verzögerung kann den Hoden dauerhaft schädigen.
Welche Behandlung ist notwendig?
In einer kleinen Operation wird der Hoden durch einen Schnitt im Hodensack, mahcnmal in der Leiste freigelegt, entdreht und an der richtigen Position fixiert (Orchidopexie). Meist wird auch der zweite Hoden vorsorglich fixiert, um eine spätere Torsion zu verhindern. Ist das Gewebe durch die unterbrochene Blutzufuhr bereits abgestorben, muss der betroffene Hoden entfernt werden. In solchen Fällen kann eine Hodenprothese im Verlauf eingesetzt werden.
Ihr nächster Schritt
Bei Verdacht auf Hodentorsion zögern Sie nicht: Gehen Sie sofort in unsere Notfallambulanz. Eine rechtzeitige Behandlung kann den Hoden retten und Folgeschäden vermeiden.