Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie & -urologie

Nabelbruch bei Kindern – was Eltern wissen sollten

Ein Nabelbruch (medizinisch: Umbilikalhernie) ist bei Neugeborenen und Kleinkindern sehr häufig. Meistens ist er harmlos und verschwindet von allein. In einigen Fällen kann aber eine Operation notwendig sein. Die Kinderchirurgie kann hier in den allermeisten Fällen unkompliziert helfen.

Wie entsteht ein Nabelbruch?

Nach der Geburt fällt der Nabelschnurrest ab, und die kleine Öffnung in der Bauchwand – der sogenannte Nabelring – sollte sich in den ersten Lebensmonaten von selbst schließen. Wenn das nicht geschieht, bleibt eine Lücke, durch die sich Bauchinhalt nach außen wölben kann. Diese Vorwölbung in oder direkt am Bauchnabel ist ein Nabelbruch. Besonders häufig tritt er bei Frühgeborenen oder Kindern mit dunkler Hautfarbe auf..

Wie häufig ist ein Nabelbruch bei Kindern?

Nabelbrüche gehören zu den häufigsten kinderchirurgischen Diagnosen überhaupt. In den meisten Fällen ist kein sofortiges Eingreifen nötig, da sich der Bruch im Laufe der Zeit von selbst zurückbildet.

Wann muss ein Nabelbruch operiert werden?

Wenn der Nabelbruch keine Beschwerden verursacht, wird zunächst abgewartet. Bis zum Alter von 4 bis 5 Jahren kann sich die Lücke oft von allein schließen – unabhängig von ihrer Größe. Nur wenn der Bruch sehr groß ist, sich vergrößert, Schmerzen verursacht oder Anzeichen einer Einklemmung zeigt (zum Beispiel harter, druckempfindlicher Nabel, Erbrechen oder Unruhe), wird eine zeitnahe Operation empfohlen.

Wie wird ein Nabelbruch operiert?

Die Operation ist in der Regel unkompliziert und dauert nur etwa 30 Minuten. Über einen kleinen Schnitt unterhalb des Nabels wird der Bruchsack entfernt und die Bauchwand mit Nähten verschlossen. Danach wird die Haut wieder vernäht und ein Verband angelegt. Die Kinder können meist schon am selben oder nächsten Tag wieder nach Hause.

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Ihr nächster Schritt:

Wenn Sie bei Ihrem Kind eine Vorwölbung am Bauchnabel bemerken, sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder einem Kinderchirurgen. Gemeinsam kann entschieden werden, ob zunächst abgewartet oder eine Operation geplant werden sollte.