Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

René Mantke
Kontakt
Franziska Woelke
Chefarztsekretärin
Prof. Dr. med.
René Mantke
Klinikdirektor, Leiter des Pankreaszentrum, Leiter Darmzentrum West-Brandenburg, Leiter Enterocutante Fistel und Dekubituszentrum
Liebe Patientinnen, Patienten und Angehörige, sehr geehrte Kolleginnen, Kollegen und Besucher,

gemessen an Größe, Behandlungsspektrum und Ausstattung zählt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie zu den größten ihres Fachgebietes im Land Brandenburg. Wir versorgen sämtliche Erkrankungen aus dem Gebiet der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Je nachdem, ob Sie ambulant oder stationär zu uns kommen – In unserer Abteilung werden Sie rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, von Fachärzten direkt und dauerhaft vor Ort betreut. Dies ist ein Qualitätsmerkmal, was Sie nur in wenigen Kliniken finden.
Unsere Stärken sind die hohe Spezialisierung unserer Fachärzte mit rund 2.000 Operationen pro Jahr und ein hervorragend ausgebildetes Pflegeteam, das Sie bestmöglich betreut. Unser Leber- und Pankreaszentrum und das Darmkrebszentrum sind seit 2010 nach ISO 9001 und das Darmkrebszentrum zusätzlich nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) zertifiziert. Beide Zentren sind unter dem Dach des 2018 erstmalig zertifizierten Onkologischen Zentrums angesiedelt. An unserem Standort profitieren Sie von der Vorhaltung aller Fachdisziplinen die an einer Tumortherapie beteiligt sind. Dies ist für den Erfolg einer Krebstherapie von besonderer Bedeutung. Sie können sicher sein bei uns die bestmögliche und leitliniengerechte Versorgung zu erhalten. Fühlen Sie sich bei uns gut aufgehoben, damit es Ihnen bald wieder besser geht!

Sehr geehrte Patienten,

wir begrüssen Sie im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel und danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen.
Um Ihnen den Aufenthalt zu erleichtern, haben wir nachfolgend einige Informationen zusammengestellt. Bitte zögern Sie nicht, sich bei weiteren Fragen, die jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt auftauchen, an Ihr Stationsteam zu wenden. Gerne helfen wir Ihnen weiter. Haben Sie bitte aber auch Verständnis dafür, dass wir aufgrund akuter Notfälle nicht immer sofort auf jede Anfrage antworten können. Seien Sie jedoch versichert, dass alle medizinisch notwendigen und dringlichen Leistungen immer rechtzeitig und in allem gebotenen Umfang erfolgen werden. Wir wünschen Ihnen bereits jetzt einen guten Verlauf der Behandlung und eine erfolgreiche Genesung.

Wichtige Kontaktinformationen:

Chefarztsekretariat Franziska Woelke: 07:00 - 15:30 Uhr (03381) 41 12 00
chirurgie@uk-brandenburg.de
Telefonnummer für Rückfragen in der Sprechstunde: 07:00 - 15:00 Uhr

(03381) 41 28 29

Telefonnummer der Rettungsstelle: 24 Stunden

(03381) 41 29 00

Sprechzeiten Hochschulambulanz

Beschwerden/Krankheitsbilder

Terminvereinbarung

Leber und Pankreas
mit Prof. Dr. med. René Mantke

Dienstag 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr
03381/412822

Endokrinologische Chirurgie und Melanomchirurgie
mit Oberärztin Christine Caspers

Donnerstag ab 13.00 Uhr
03381/412822

Magen- und Osophagussprechstunde
mit Prof. Dr. med. Claus Schildberg

Dienstag 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr
03381/412822

Adipositas-Sprechstunde
mit Fachärztin Carolin Oeder

Jeden 2. Freitag 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr
03381/412822

Darmzentrum / Koloproktologie
mit OA Dr. med. Torsten Niemann

Donnerstag 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr
03381/412822

Allgemeine präoperative Indikationssprechstunde
mit OA Dr. med. Frank Stolle

täglich ab 13.00 Uhr
03381/412822

Herniensprechstunde
mit PD Dr. med. Christoph Paasch

Dienstag 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr
03381/412822

Leistungsspektrum

Unser Bauch hat es in sich: Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leisten täglich Mammutaufgaben, um aus der Nahrung alle lebenswichtigen Bestandteile herauszufiltern. Gerät der Bauch aus der Balance, sind wir für Sie zur Stelle. Wir bieten Ihnen an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ("viszeral" von lat. viscera = „Eingeweide“) ein breites Spektrum an chirurgischen Eingriffen der inneren Bauchorgane – minimal – wie maximalinvasiv. Mit Ausnahme von Organtransplantationen kommen an unserer Klinik alle bewährten Operationsverfahren der Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Einsatz.

Mit vereinten Kräften gegen Tumore

Darüber hinaus kooperiert unsere Einrichtung eng mit anderen Abteilungen des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel im Onkologischen Zentrum, welches seit 2018 nach den strengen Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) zertifiziert ist. Die Zusammenarbeit, insbesondere mit Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Radiologen und Psychoonkologen bietet den Vorteil kurzer Wege, rascher Entscheidungsprozesse und individueller Behandlungspläne, um das beste Therapiekonzept für Tumorpatienten erarbeiten zu können.

Mit dem da Vinci OP-Roboter mehr minimalinvasive Eingriffe realisieren

Seit 2023 ist in unserer Abteilung das da Vinci Robotersystem implementiert. Mit dem Robotersystem ist es uns möglich mehr Eingriffe als bisher minimalinvasiv durchzuführen. Auch schwierige Operationen lassen sich mit dem da Vinci Robotersystem sehr sicher für den Patienten mit hoher Präzision realisieren. Wir prüfen bei jedem Patienten individuell, ob er für eine Operation mit dem da Vinci Robotersystem geeignet ist. Unsere Roboter-Chirurgen sind in einem speziellen Verfahren ausgebildet, geprüft und entsprechend für die robotische Chirurgie zertifiziert. Die Patienten profitieren von einer hoher operativen Präzision und von einer schnellen postoperativen Erholung bei Einsatz dieses Systems.

Weitere Informationen

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden im Wesentlichen Patienten aus folgenden Krankheitsgruppen behandelt:

  • Allgemeinchirurgie
  • Endokrine Chirurgie
  • Kolorektale Chirurgie
  • Pankreaschirurgie
  • Leberchirurgie
  • Hernienchirurgie
  • Onkologische Chirurgie
  • Robotische Chirurgie

Alle acht Hauptkrankheitsgruppen stehen in unserer Klinik gleichwertig nebeneinander. Jedes Spezialgebiet wird dabei von einem speziell dafür ausgebildeten und trainierten Oberarzt vertreten, so dass jeder Patient auf höchstem fachspezifischen Niveau betreut wird. Die Minimal-invasive Chirurgie kommt dabei in allen vier Bereichen zum Tragen, da es in allen vier Therapiebereichen eine ganze Reihe von Operationen gibt, die auf minimal-invasivem Wege durchgeführt werden können.

Jeder Spezialist beherrscht dabei die in seinem Fachgebiet durchgeführten endoskopischen Operationstechniken. Eine besondere Bedeutung kommt der onkologischen Chirurgie zu. Viele Tumorerkrankungen sind nach derzeit aktuellen wissenschaftlichen Konzepten multimodal zu behandeln. Dies bezieht ein Zusammenwirken verschiedener Therapiestrategien, wie Chemotherapie, Bestrahlung und den chirurgischen Eingriff mit ein.

Immer häufiger werden die Bestrahlung und die Chemotherapie zur präoperativen Tumorverkleinerung eingesetzt, um so eine höhere Resektionsrate und ein besseres postoperatives Patientenüberleben zu erreichen. Diese Patienten werden im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel im Rahmen eines Onkologischen Zentrums betreut. Dies heißt, dass interdisziplinär von den Spezialisten aus den verschiedensten Fachrichtungen das beste Behandlungskonzept für den Tumorpatienten erarbeitet wird.

Über das Onkologische Zentrum ist es möglich, Patienten in Studien zu integrieren, die eventuell einen höheren Therapieerfolg versprechen als die bisherige Standardtherapie.


Indikationsliste der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie / Onkologische Chirurgie

  • Karzinom des gastroösophagealen Übergangs
  • Magenkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Lebermetastasenchirurgie
  • primäre Lebertumore
  • Weichteilsarkome
  • Nebennierenkarzinom
  • Thermoablationen
  • Tumorelektrovaporisation mit dem NanoKnife
  • multiviszerale Resektionen
  • multimodale Therapiekonzepte
  • neoadjuvante Therapiekonzepte
  • Allgemeinchirurgie
  • Leistenhernienchirurgie
  • Cholezystektomie
  • Narbenhernienchirurgie
  • Appendektomie
  • Weichteiltumore
  • duodenumerhaltende Pankresaskopfresektionen
  • Pankreasresektionen bei chronischer Pankreatitis hepatobiliäre Chirurgie

Colorektale Chirurgie

  • Colonkarzinom
  • Rektumkarzinom
  • anorectale Erkrankungen
  • Colektomien
  • Pouch-Chirurgie
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Anus praeter Korrektur Operationen

Minimal-invasive Chirurgie

  • laparoskopische Cholezystektomie
  • laparoskopische Fundoplicatio
  • laparoskopische Adrenalektomie
  • laparoskopische Narbenhernienchirurgie
  • Staging-Laparoskopie l
  • laparoskopische Appendektomie
  • laparoskopische Hernioplastik (TAPP und TEP)
  • laparoskopische Dickdarmresektion bei entzündlichen Erkrankungen und Carcinomen
  • minimalinvasive Schilddrüsenchirurgie (videoassistiert)
  • minimalinvasive Chirurgie beim lokalisierten PHPT (videoassistiert)

Endokrine Chirurgie

  • Struma
  • primärer Hyperparathyreoidismus
  • sekundärer Hyperparathyreoidismus
  • Nebennierenchirurgie
  • endokrine Pankreastumore
Stationäre Behandlung

Die stationäre Behandlung der Patienten der Allgemein- und Viszeralchirurgie erfolgt auf der Station 3.2 A im Haus 3 in der Ebene 2. Des Weiteren belegen wir regelmäßig auch Betten auf der Station 3.2C. Dies ist eine interdisziplinäre Station, Sie werden hier aber auch von unseren erfahrenen Ärzten betreut. Sollte während des stationären Aufenthaltes eine Überwachung notwendig werden, so werden Sie von unseren anästhesiologischen Kollegen und von den Ärzten der Allgemein- und Viszeralchirurgie auf der interdisziplinären Intensivstation oder auf der interdisziplinären Wachstation betreut.

Für die stationäre Aufnahme bringen Sie bitte neben den Dingen des persönlichen Bedarfs folgendes mit:

  • Versicherungskarte
  • Personalausweis
  • Blutgruppenkarte, Nothilfepass oder Impfpass
  • Allergiepass Medizinische Befunde (Röntgenbilder u.a.)
  • Medikamentenplan
  • Medizinische Befunde (OP-Berichte, Entlassungsberichte, ggf. Röntgenbilder auf CD)
Ambulante Operationen

Ambulante Operationen werden in der Regel von unserem Kooperationspartner Herrn Dr. med. C. Herrmann im Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof durchgeführt. Sie erreichen Herrn Dr. C. Herrmann unter folgender Telefonnummer (03381) 214 73 10.

In Einzelfällen führen wir auch ambulante Operationen am Universitätsklinikum durch. Dabei gelten die folgenden Informationen.

Allgemeine Voraussetzungen

  • keine wesentlichen Risikoerkrankungen
  • eine betreuende Person für etwas 24 Stunden
  • ein Arzt oder Krankenhaus sollte innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein (per Auto, Taxi, telefonische Benachrichtigung des Rettungsdienstes, etc.)

Operationsspektrum

  • bestimmte Bauchwandbrüche (Nabelbruch, epigastrische Hernie)
  • bestimmte Operationen in der Analregion (Marisken, evtl. Kondylome)
  • Entfernung kleinerer Haut- oder Weichteiltumore (verdächtige Leberflecken, Lipome)
  • Portimplantationen
  • Portexplantationen

Anmeldung

  • Terminvereinbarung zur Erstvorstellung über die Telefonnummer (03381) 41 28 22

Erstvorstellung in der Klinik

  • zum vereinbarten Termin erfolgt die Erstvorstellung im Interdisziplinären Ambulanzzentrum (IAZ) im Zimmer U3
  • erstes Arztgespräch, Untersuchung, Klärung der Operationsindikation und Festlegung des Operationstermins sowie Aufklärung über die Operation
  • Klärung der eventuell zu pausierenden oder umzustellenden Medikamente

Am Vortag der Operation

  • nochmalige Vorstellung im Interdisziplinären Ambulanzzentrum (IAZ) im Zimmer U3
  • Aufnahmeformalitäten
    • Zur Vorstellung bitte einen Überweisungsschein vom Hausarzt oder Facharzt mitbringen.
  • Blutentnahme, Gespräch mit einem Narkosearzt, ggf. weitere vor der Operation erforderliche Untersuchungen (Ultraschall, Röntgen, etc.)

Ablauf am OP-Tag

  • etwa 06:30 Uhr Aufnahme auf die Station 3.2 A, die unter Tel. 03381/41-1210 erreichbar ist
  • OP-Vorbereitung und Transport zum zentralen OP-Trakt durch die Schwestern der Station
  • Operation
  • nach der Operation Überwachung auf der Station
  • nach den entsprechenden Überwachungsfristen und Abschlussgespräch durch den operierenden Arzt Entlassung in die Häuslichkeit
    • Bitte lassen Sie sich von einem Angehörigen abholen oder von einem Fahrdienst (Taxi, etc.).

Tag nach der Operation

  • Wundkontrolle / Befundkontrolle im Interdisziplinären Ambulanzzentrum (IAZ) im Zimmer U3 zur vorher vereinbarten Uhrzeit
Aufklärung möglicher Komplikationen

Vor jeder Operation erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Chirurgen. In diesem Aufklärungsgespräch wird das Operationsverfahren, die Notwendigkeit zur Operation und die Folgen für den Patienten genau erklärt. Für die OP-Aufklärung wird in der Regel ein vorgefertigter Aufklärungsbogen verwendet, der durch handschriftliche Ergänzungen aus dem Aufklärungsgespräch komplettiert wird. Dieser vorgefertigte Bogen wird eingesetzt, damit der Patient umfassend über mögliche Risiken und Komplikationen aufgeklärt wird und so keine Belange der Operation im Aufklärungsgespräch vergessen werden können.
Im Aufklärungsgespräch und im Aufklärungsbogen wird auch über mögliche Komplikationen und Risiken einer Operation berichtet. Auch bei Einsatz aller Vorsorgemaßnahmen und bei gründlichster chirurgischer Technik können Komplikationen oder Nebenwirkungen auftreten.

Allgemeine perioperative Komplikationen können dabei sein:

  • Lagerungsschäden
  • Haut- und Gewebeschäden
  • Narbenbrüche
  • Taubheitsgefühl der Haut
  • chronische Schmerzen
  • Allergie oder Überempfindlichkeit
  • Thrombose
  • Embolie
  • örtliche Gewebeschäden
  • Infektion

Auch der Patient selber kann ein so genannter Risikofaktor sein. So konnten zahlreiche Studien nachweisen, dass zum Beispiel Wundheilungsstörungen oder Narbenbrüche häufiger bei Patienten auftreten, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, an bösartigen Tumoren leiden bzw. sehr übergewichtig sind.

Auch das Rauchen erhöht die perioperative Komplikationsrate deutlich. So entwickeln Nichtraucher eine stabilere Narbe, da der Gehalt an bestimmten Narbenproteinen bei Nichtrauchern 1,8-fach höher ist als bei Rauchern. Auch verringert das Rauchen die Durchblutung und führt damit zur generell schlecht heilenden Wunden im Bereich des Körpers.
Auch die Erhöhung des Druckes im Bauchraum, z. B. bei Lungenerkrankungen oder Bauchwassersucht oder extremem Übergewicht können Risikofaktoren für die Wundheilung sein.

Besonders schlecht ist die Wundheilung bei Patienten, die ein so genanntes Aortenaneurysma haben, d. h. eine Erweiterung der Bauchschlagader oder von anderen Arterien im Körper, da hier die Kollagensynthese, die auch wichtig für die Narbenbildung und Wundheilung ist, extrem gestört ist.

Forschung und Studien

Neben der hochspezialisierten Krankenversorgung gehört die Forschung zu unseren zentralen Aufgaben. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist dabei sowohl auf dem Gebiet der klinischen Forschung als auch der Grundlagenforschung aktiv. Unser Ziel ist es den Erkenntnisgewinn aus der Grundlagenforschung möglichst schnell den Patienten zugutekommen zu lassen. Im Rahmen der Versorgungsforschung untersuchen wir, inwieweit Diagnostik- und Therapiekonzepte wirklich der Mehrheit der Patienten zugutekommen.

An klinischen Studien teilnehmen
Neue Behandlungstechniken oder Medikamente müssen sorgfältig geprüft werden. Für solche Studien gibt es in Deutschland strenge Auflagen und festgelegte Verfahren. Unsere Klinik beteiligt sich an solchen klinischen Studien. Diese Teilnahme an den Studien ermöglicht Ihnen von modernsten Diagnose- oder Therapieverfahren zu profitieren. Der Erfolg dieser Verfahren ist jedoch nicht immer garantiert. Die Teilnahme an Studien ist in jedem Fall freiwillig und Sie werden umfangreich durch unsere Studienärzte und Studienschwester zuvor beraten und aufgeklärt. Eine schriftliche Einverständniserklärung dafür von Ihnen ist in jedem Fall notwendig. Es könnte also sein, dass Sie während Ihres Aufenthaltes von uns angesprochen und gefragt werden, ob Sie an einer klinischen Studie teilnehmen möchten. Sie können sich dabei absolut sicher sein, dass Sie keinen unnötigen Risiken ausgesetzt werden. Der gesamte Verlauf einer Studie wird ständig von Spezialisten überwacht. Durch die Teilnahme an Studien tragen Sie dazu bei, dass Patienten die an derselben Krankheit leiden wie Sie künftig besser behandelt werden können.

Grundlagenforschung unterstützen
Ein Großteil der chirurgischen Erkrankungen ist in ihren Ursachen- und Wirkungsmechanismen bislang nicht ausreichend aufgeklärt. Dazu zählen zum Beispiel Einflüsse der menschlichen Erbsubstanz auf die Erkrankungen und auf die Prognose von Erkrankungen. Für die Erforschung dieser Zusammenhänge benötigen wir Gewebeproben von gesundem und krankem Gewebe. Falls Sie operiert werden kann es sein, dass wir Sie im Vorfeld ansprechen ob wir Gewebereste die für die diagnostische Untersuchung Ihrer Tumorprobe nicht vonnöten sind, für Forschungszwecke verwenden dürfen. Auch dazu benötigen wir natürlich Ihre vorherige Zustimmung. Sie werden ausführlich aufgeklärt, das Ziel und der Sinn dieser Untersuchungen werden Ihnen dabei erklärt. Wir bedanken uns schon jetzt bei Ihnen für Ihre Unterstützung.

Weiterführende Informationen

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden im Wesentlichen Patienten aus folgenden Krankheitsgruppen behandelt:

  • Allgemeinchirurgie
  • Endokrine Chirurgie
  • Kolorektale Chirurgie
  • Pankreaschirurgie
  • Leberchirurgie
  • Hernienchirurgie
  • Onkologische Chirurgie
  • Robotische Chirurgie

Alle acht Hauptkrankheitsgruppen stehen in unserer Klinik gleichwertig nebeneinander. Jedes Spezialgebiet wird dabei von einem speziell dafür ausgebildeten und trainierten Oberarzt vertreten, so dass jeder Patient auf höchstem fachspezifischen Niveau betreut wird. Die Minimal-invasive Chirurgie kommt dabei in allen vier Bereichen zum Tragen, da es in allen vier Therapiebereichen eine ganze Reihe von Operationen gibt, die auf minimal-invasivem Wege durchgeführt werden können.

Jeder Spezialist beherrscht dabei die in seinem Fachgebiet durchgeführten endoskopischen Operationstechniken. Eine besondere Bedeutung kommt der onkologischen Chirurgie zu. Viele Tumorerkrankungen sind nach derzeit aktuellen wissenschaftlichen Konzepten multimodal zu behandeln. Dies bezieht ein Zusammenwirken verschiedener Therapiestrategien, wie Chemotherapie, Bestrahlung und den chirurgischen Eingriff mit ein.

Immer häufiger werden die Bestrahlung und die Chemotherapie zur präoperativen Tumorverkleinerung eingesetzt, um so eine höhere Resektionsrate und ein besseres postoperatives Patientenüberleben zu erreichen. Diese Patienten werden im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel im Rahmen eines Onkologischen Zentrums betreut. Dies heißt, dass interdisziplinär von den Spezialisten aus den verschiedensten Fachrichtungen das beste Behandlungskonzept für den Tumorpatienten erarbeitet wird.

Über das Onkologische Zentrum ist es möglich, Patienten in Studien zu integrieren, die eventuell einen höheren Therapieerfolg versprechen als die bisherige Standardtherapie.


Indikationsliste der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie / Onkologische Chirurgie

  • Karzinom des gastroösophagealen Übergangs
  • Magenkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Lebermetastasenchirurgie
  • primäre Lebertumore
  • Weichteilsarkome
  • Nebennierenkarzinom
  • Thermoablationen
  • Tumorelektrovaporisation mit dem NanoKnife
  • multiviszerale Resektionen
  • multimodale Therapiekonzepte
  • neoadjuvante Therapiekonzepte
  • Allgemeinchirurgie
  • Leistenhernienchirurgie
  • Cholezystektomie
  • Narbenhernienchirurgie
  • Appendektomie
  • Weichteiltumore
  • duodenumerhaltende Pankresaskopfresektionen
  • Pankreasresektionen bei chronischer Pankreatitis hepatobiliäre Chirurgie

Colorektale Chirurgie

  • Colonkarzinom
  • Rektumkarzinom
  • anorectale Erkrankungen
  • Colektomien
  • Pouch-Chirurgie
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Anus praeter Korrektur Operationen

Minimal-invasive Chirurgie

  • laparoskopische Cholezystektomie
  • laparoskopische Fundoplicatio
  • laparoskopische Adrenalektomie
  • laparoskopische Narbenhernienchirurgie
  • Staging-Laparoskopie l
  • laparoskopische Appendektomie
  • laparoskopische Hernioplastik (TAPP und TEP)
  • laparoskopische Dickdarmresektion bei entzündlichen Erkrankungen und Carcinomen
  • minimalinvasive Schilddrüsenchirurgie (videoassistiert)
  • minimalinvasive Chirurgie beim lokalisierten PHPT (videoassistiert)

Endokrine Chirurgie

  • Struma
  • primärer Hyperparathyreoidismus
  • sekundärer Hyperparathyreoidismus
  • Nebennierenchirurgie
  • endokrine Pankreastumore
Lehre

Im Rahmen der Studentenausbildung an der Medizinischen Hochschule Brandenburg haben Sie als Patient auch Kontakt mit Studenten. Dabei werden sowohl folgende Bereich der Lehre bei uns an der Klinik durchgeführt:

  1. Praxistage im Modul Chirurgie
  2. Seminare und klinische Untersuchungen im Modul Klinisches Denken und Handeln
  3. Tätigkeiten im praktischen Jahr

Immer wenn Sie mit Studenten in Kontakt kommen werden wir Sie vorher um Ihr Einverständnis bitten und Sie unterrichten. Die Studenten werden dabei immer von Fachexperten angeleitet.

Dankschreiben der Patienten

Sehr geehrte Kollegen,

gerne stehen wir Ihnen für Ihre Anfragen zur Verfügung.

Chefarztsekretariat

07:00 - 15:30 Uhr

(03381) 41 12 00

Terminvergabe für ambulante Sprechstunden

07:00 - 15:30 Uhr

(03381) 41 28 22

Diensthabende Rettungsstellenschwester
(24 Stunden Erreichbarkeit)

07:00 - 15:30 Uhr

(03381) 41 29 02

Neben dem Aufnahmearzt der zentralen Notaufnahme ist in unserem Klinikum rund um die Uhr ein Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie vor Ort, so dass jederzeit eine fachärztliche Betreuung der Patienten gewährleistet ist.

Weiterbildung / Facharztausbildung

In der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden Eingriffe aller Schwierigkeitsgrade durchgeführt. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie verfügt über eine chirurgische Ambulanz, über 42 stationäre Betten und betreut Patienten auf der interdisziplinären Intensivstation bzw. der interdisziplinären Intermediate-care-Station unseres Klinikums. Im Rahmen der aktuellen Weiterbildungsordnung können sowohl die Basischirurgie als auch die spezielle chirurgische Weiterbildung in dem Gebiet Allgemeinchirurgie und Allgemein- und Viszeralchirurgie in unserer Klinik komplett abgeleistet werden. Die einzelnen viszeralchirurgischen Arbeitsbereiche werden von speziell trainierten Oberärzten vertreten, so dass eine hervorragende Weiterbildung für Sie garantiert ist. Unsere Ausbildungsassistenten haben die Möglichkeit sowohl an internen Weiterbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie als auch des Klinikums und auch an externen Veranstaltungen teilzunehmen. Diese werden dann beantragt und ggf. auch über das Klinikum finanziert.

Als Universitätsklinikum erwarten wir Ihr Engagement nicht nur bei der Patientenbetreuung, sondern auch im Rahmen der Lehre und Forschung. Sie haben die Möglichkeit bei uns zu promovieren oder zu habilitieren. Neben der Versorgungsforschung und der klinischen Forschung beteiligen wir uns auch an der Grundlagenforschung. Dazu haben wir seit 2018 eine Biomaterial- und Datenbank in unserer Klinik implementiert.

Sowohl für die Allgemein- als auch für die Viszeralchirurgie und für die spezielle Viszeralchirurgie, liegt die volle Weiterbildungsbefugnis vor. Wir bieten leistungsfördernde Arbeitsbedingungen sowie hohe medizinische Qualität bei exzellenter medizinischer Ausstattung. Wir erwarten von jedem unserer Mitarbeiter sehr frühes eigenverantwortliches Handeln entsprechend des jeweiligen Ausbildungsstandes. Eine deutliche Entlastung der ärztlich administrativen Tätigkeiten erfolgt durch speziell vorhandene Dokumentationsassistenten, DRG-Assistenten, ein professionelles Entlassungsmanagement und durch Arztassistenten.

Aufbau einer strukturierten Weiterbildung:

  • jährliche Gespräche zum Stand der Ausbildung und Besprechung des weiteren Ausbildungsvorgehens entsprechend des Logbuchs der chirurgischen Fachgesellschaften bzw. der Landesärztekammer
  • Weiterbildungsgarantie
  • Möglichkeit von Hospitationen in anderen Kliniken während der Ausbildung gegeben

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit einer vollständigen Facharztausbildung über 6 Jahre:

Facharzt für Allgemeinchirurgie - volle Weiterbildungsbefugnis liegt vor

  • 
24 Monate Basisausbildung Station, OP, RST, ITS
  • 
24 Monate Allgemeinchirurgie Station, OP

  • 12 Monate Viszeralchirurgie Station, OP
  • 
12 Monate* Unfallchirurgie, Orthopädie, Station, OP
  • Weiterbildungsbefugte: Prof. Dr. med. R. Mantke und * Prof. Dr. med. R. Becker

Facharzt für Viszeralchirurgie - volle Weiterbildungsbefugnis liegt vor

  • 24 Monate Basisausbildung Station, OP, RST, ITS
  • 
48 Monate Allgemeinchirurgie Station, OP
  • Weiterbildungsbefugter: Prof. Dr. med. R. Mantke

Zusatzbezeichnung Spezielle Viszeralchirurgie - volle Weiterbildungsbefugnis liegt vor

  • 36 Monate Ausbildung Station, OP
  • Weiterbildungsbefugter: Prof. Dr. med. R. Mantke

Ein Beispiel der Ausbildungsabschnitte zum Facharzt für Viszeralchirurgie finden Sie hier: 
Download Ausbildungsabschnitte

Arbeitsbedingungen
  • hervorragende medizinisch-technische Ausstattung (Sonografie, 3D-Sonografie, CT, MRT, alle endoskopischen Verfahren, alle laparoskopischen Verfahren, OR1, intraoperative Sonografie, Thermoablation, Ultracision, CUSA usw.)
  • neben der fachlichen Fort- und Weiterbildung steht Ihnen eine hauseigene Bibliothek mit zahlreichen medizinischen Fachpublikationen zur Verfügung
  • im Interdisziplinären Tumortherapiezentrum haben Sie die Möglichkeit, modernste onkologische Diagnose- und Therapiestrategien umzusetzen
  • durch regelmäßige klinikinterne Fortbildungen (monatlich) werden Sie kontinuierlich auf die Facharztprüfung vorbereitet
  • hohe medizinische Qualität und gute Arbeitsbedingungen
  • Möglichkeiten der wissenschaftlichen Arbeit, Promotion und Habilitation
  • Möglichkeiten der Fortbildung im Bereich Lehre
  • Möglichkeiten der Weiterbildung in der robotischen Chirurgie am da Vinci System
Praktisches Jahr

Unser Angebot für Studenten im praktischen Jahr

Wir bieten Studenten im praktischen Jahr eine praxisrelevante Ausbildung auf dem Gebiet der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Neben der Einführung in wichtige Tätigkeiten eines Chirurgen bei der Indikationsstellung zur Operation, bei chirurgischen Diagnoseverfahren und den Fähigkeiten zur Führung einer Station ist ihr Haupteinsatzgebiet der Operationssaal. Sie werden an großen und kleinen Operationen als Assistent teilnehmen. Weiterhin bieten wir Ihnen Hospitationen in all unseren Abteilungen – je nach Ihrer Interessenlage – an. Für weiter entfernt lebende PJ-Studenten werden die Fahrkosten zum Krankenhaus mit der Bahn übernommen. Die Teilnahme am Dienstsystem ist bei Interesse möglich. Neben einer Einführung in Knotentechniken werden Sie unter anderem auch über grundlegende Verfahren in der minimalinvasiven Chirurgie unterrichtet.

Inhalte und Charakteristika der PJ-Tätigkeit in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie:

  • Integration in das Arztteam der Station
  • Assistenzen bei Operationen
  • Durchführung von Hautnähten Einführung in die Routineuntersuchungen (z. B. Ultraschall, EKG usw.)
  • Anlegen von Verbänden und Wundpflege
  • Durchführung von Patientenvorstellungen
  • Teilnahme an täglichen Röntgenbesprechungen
  • Teilnahme an interdisziplinären Tumorkonferenzen
  • Einführung in die Führung von Patientenkurven und Fakten
  • Verfassen von Arztbriefen
  • Zuweisung eines Mentors (in der Regel Stationsarzt)
  • Möglichkeit der Teilnahme an Nacht- und Bereitschaftsdiensten mit anschließendem Freizeitausgleich
  • Übernahme von Verpflegung und Fahrkosten zum Krankenhaus
  • finanzielle Aufwandsentschädigung entsprechend der im Klinikum abgeleisteten Tertiale

Weitere Informationen zur der Möglichkeit, ein praktisches Jahr im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel – Hochschukklinikum der MHB – zu absolvieren, finden Sie hier.

Wissenschaft und Forschung

Ein Großteil der chirurgischen Erkrankungen ist in ihren Ursachen- und Wirkungsmechanismen bislang nicht ausreichend aufgeklärt. Dazu zählen zum Beispiel Einflüsse der menschlichen Erbsubstanz auf die Erkrankungen und auf die Prognose von Erkrankungen. Für die Erforschung dieser Zusammenhänge benötigen wir Gewebeproben von gesundem und krankem Gewebe. Falls Sie operiert werden kann es sein, dass wir Sie im Vorfeld ansprechen ob wir Gewebereste die für die diagnostische Untersuchung Ihrer Tumorprobe nicht vonnöten sind, für Forschungszwecke verwenden dürfen. Auch dazu benötigen wir natürlich Ihre vorherige Zustimmung. Sie werden ausführlich aufgeklärt, das Ziel und der Sinn dieser Untersuchungen werden Ihnen dabei erklärt. Wir bedanken uns schon jetzt bei Ihnen für Ihre Unterstützung.

Klinische Studien

Neue Behandlungstechniken oder Medikamente müssen sorgfältig geprüft werden. Für solche Studien gibt es in Deutschland strenge Auflagen und festgelegte Verfahren. Unsere Klinik beteiligt sich an solchen klinischen Studien. Diese Teilnahme an den Studien ermöglicht Ihnen von modernsten Diagnose- oder Therapieverfahren zu profitieren. Der Erfolg dieser Verfahren ist jedoch nicht immer garantiert. Die Teilnahme an Studien ist in jedem Fall freiwillig und Sie werden umfangreich durch unsere Studienärzte und Studienschwester zuvor beraten und aufgeklärt. Eine schriftliche Einverständniserklärung dafür von Ihnen ist in jedem Fall notwendig. Es könnte also sein, dass Sie während Ihres Aufenthaltes von uns angesprochen und gefragt werden, ob Sie an einer klinischen Studie teilnehmen möchten. Sie können sich dabei absolut sicher sein, dass Sie keinen unnötigen Risiken ausgesetzt werden. Der gesamte Verlauf einer Studie wird ständig von Spezialisten überwacht. Durch die Teilnahme an Studien tragen Sie dazu bei, dass Patienten die an derselben Krankheit leiden wie Sie künftig besser behandelt werden können.

Unsere Forschungsprojekte

Das Hochschulklinikum in Brandenburg mit seiner Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist hochspezialisiert. Neben der Patientenversorgung auf hohem Niveau beteiligen wir uns an verschiedenen regionalen und überregionalen Forschungsprojekten. Dabei ist es unser Ziel, die Versorgung unserer Patienten durch die entsprechenden Forschungsprojekte in den nächsten Jahren laufend zu verbessern. Unsere Patienten sollen an allen aktuellen Entwicklungen der Medizin teilhaben können und somit nach dem neuesten Stand therapiert werden.

Klinische Forschung auf dem Gebiet der Hernienchirurgie

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie untersucht derzeit anhand von DRG-Routinedaten die Implementierung der Leitlinie zur parastomalen Hernie und die operative Versorgung von Rektusdiastasen. Des Weiteren wurde eine Kooperation mit der Shouldice Klinik initiiert mit dem Ziel das Shouldice-Verfahren im Hinblick auf das postoperative outcome zu evaluieren.

Qualitätssicherung anhand von DRG-Routine-Daten

In diesem Projekt wird untersucht, ob standardmäßig zur Abrechnung erhobene Datensätze dazu geeignet sind, eine automatisierte Qualitätssicherung durchzuführen. Dieses Projekt bearbeiten wir zusammen mit dem CLINOTEL-Krankenhausverbund, die die Datenanalysen durchführen und uns beratend zur Seite stehen. Ziel dieses Projektes ist eine umfassende zeitnahe Qualitätskontrolle unserer Patienten mit anschließenden Morbiditäts- und Komplikationskonferenzen.

Molekulare Signaturen im kolorektalen Karzinom

Bei unseren Patienten mit Dickdarmkrebs werden Gewebeproben entnommen und histologisch und genetisch untersucht. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit der Firma Signature in Potsdam, genetische Merkmale für die weitere Entwicklung der Krebserkrankung zu definieren. In Zukunft soll anhand der genetischen Untersuchungen - z.B. vorhergesagt werden, ob ein Tumor auf eine Chemotherapie anspricht und wie hoch das Risiko des Auftretens von Metastasen ist. Erste hinweisende Ergebnisse im Bereich des Brustkrebs lassen auch beim Kolonkarzinom bahnbrechende Erkenntnisse vermuten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen großen Kliniken im Land Brandenburg ist es uns möglich im Rahmen dieser Studie sehr schnellgroße Patientenzahlen zu generieren und so relativ schnell eine gute Aussagefähigkeit der Studie zu gewährleisten.

Qualitätssicherung im Rahmen der Magenkarzinome ( Primärtumor )

Diese Studie führen wir mit dem An-Institut für Qualitätssicherung der Otto-von-Gericke-Universität Magdeburg durch. Zahlreiche bundesdeutsche Krankenhäuser beteiligen sich an dieser Studie. Die Operationsdaten und Ergebnisse werden hier zentral erfasst und die Kliniken werden untereinander verglichen. Diese Studie ermöglicht nicht nur eine Bestimmung des eigenen Qualitätsstandards, sondern sie gibt erstmalig in großen Zahlen die Situation beim Magenkazinom in Deutschland wieder. Auch anhand dieser Ergebnisse lässt sich in Zukunft die Behandlung der Patienten optimieren.

Qualitätssicherungsstudie zu sogenannten Single-Incision-Operationen am Abdomen

Hier werden laparoskopische Operationen nicht mehr über 3 oder 4 Hautinzisionen am Bauch durchgeführt, sondern nur über 1 Inzision. Im Rahmen der Studie werden die Sicherheit und die Erfolgsrate dieser neuen Operationsmethode analysiert. Die Studienleitung für dieses Projekt, an dem sich über 100 Kliniken in Deutschland beteiligen, liegt dabei bei Prof. Dr. Mantke am Hochschulklinikum in Brandenburg.

Evaluation des Beckenbodentrainings mit ACTICORE 1

Eine Vielzahl an Patienten weltweit leidet aus unterschiedlichen Gründen an einer sogenannten Beckenbodenschwäche mit Harn- und Stuhlinkontinenz. Um dieses Krankheitsbild zu therapieren, wird häufig einen Beckenbodengymnastik, angeleitet durch physiotherapeutisches Personal, verschrieben.
Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie nimmt an der so genannten ACU-2-Studie (DRKS-ID: DRKS00027319) teil. Es handelt sich um eine multizentrische randomisierte Pilotstudie. In dieser wird mit der digitalen Gesundheitsanwendung ACTICORE1 das Beckenbodentraining selbstständig in der Häuslichkeit durchgeführt. Dabei setzt sich der Studienteilnehmer/die Studienteilnehmerin auf den ACTICORE1, der einen Sensor besitzt, um die Anspannung des Beckenbodens zu messen. Je nach Grad der Anspannung steuert der Studienteilnehmer/die Studienteilnehmerin einen Avatar auf dem Smartphone und bestreitet ein "Jumb and run" Spiel. 122 Patienten werden an der Studie teilnehmen. Der primäre Endpunkt bildet der ICIQ-Score nach 12 Wochen.

Unser Team
Erfahrung und Fachkompetenz

Franziska Woelke
Chefarztsekretärin
Dr. med.
Michael Kautzsch
Leitender Oberarzt
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Unser Imagevideo:

Wir stellen uns vor.

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