Uroonkologisches Zentrum

Hendrik Borgmann
Kontakt
Prof. Dr. med.
Julian P. Struck
Geschäftsführender Oberarzt
Univ.-Prof. Dr. med.
Hendrik Borgmann
Klinikdirektor, Leitung Prostatazentrum
Liebe Patientinnen, Patienten und Angehörige, sehr geehrte Kolleginnen, Kollegen und Besucher,

herzlich willkommen im Uro-Onkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel. Wir sind auf die Behandlung urologischer Krebserkrankungen spezialisiert und bieten Ihnen eine ganzheitliche, individuell abgestimmte Versorgung. Unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, spezialisierten Pflegekräften und Therapeutinnen und Therapeuten arbeitet eng zusammen, um Sie auf Ihrem Weg der Diagnose, Behandlung und Nachsorge optimal zu begleiten. Dabei setzen wir auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und modernste, schonende Verfahren, um Ihre Lebensqualität zu erhalten oder wiederherzustellen. In unserer Klinik profitieren Sie von innovativen Technologien und maßgeschneiderten Therapiekonzepten – von der frühen Erkennung bis hin zu komplexen Behandlungen. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der optimal auf Ihre Bedürfnisse und Ihre persönliche Situation abgestimmt ist. Besonders wichtig ist uns die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, sodass wir Ihnen eine umfassende und ganzheitliche Betreuung bieten können. So erhalten Sie bei uns nicht nur eine exakte Diagnose, sondern auch die bestmögliche Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau. Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit stehen bei uns immer im Mittelpunkt. Wir sind für Sie da – mit Kompetenz, Empathie und Engagement.

Diagnostik

Bildgebende Verfahren:

  1. Ultraschall (Sonographie) – Ersteinschätzung von Nieren-, Blasen- und Prostatatumoren
  2. EXACT VU 29 MHz Mikroultraschall der Prostata
  3. Röntgenuntersuchungen – Z. B. Ausscheidungsurographie zur Beurteilung der ableitenden Harnweg
  4. Multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) – Besonders wichtig für die Prostatadiagnostik
  5. Computertomographie (CT) – Stadieneinteilung, Metastasensuche, Detektion von Nierentumoren
  6. Positronen-Emissions-Tomographie (PET-CT, PSMA-PET) – Präzisere Darstellung von Metastasen, v.a. bei Prostatakrebs
  7. Szintigraphie (Knochen, Niere) – Detektion von Knochenmetastasen und Nierenfunktionsuntersuchungen

Endoskopische Verfahren:

  1. Zystoskopie (Blasenspiegelung) mit Photodynamischer Diagnostik (PDD) – Erkennung von Blasentumoren
  2. Ureterorenoskopie – Diagnostik und Therapie von Urothelkarzinomen im oberen Harntrakt

Biopsieverfahren:

  1. Prostatabiopsie (transrektal oder transperineal, in Lokalanästhesie oder Vollnarkose) – Diagnosesicherung bei Verdacht auf Prostatakrebs
  2. Nierenbiopsie – Zur Unterscheidung zwischen benignen und malignen Nierentumoren

Laborchemische Diagnostik:

  1. PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) – Früherkennung und Verlaufskontrolle von Prostatakrebs
  2. Urinzytologie – Erkennung von urothelialen Tumorzellen
  3. Tumormarker (z. B. NSE, AFP, β-HCG, LDH) – Insbesondere bei Keimzelltumoren des Hodens

Molekulargenetische und histopathologische Untersuchungen:

  1. Immunhistochemie und molekulare Marker – Charakterisierung von Tumoren auf molekularer Ebene (z.B. BRCA, FGFR, L1CAM, PDL1)
  2. Next-Generation-Sequencing (NGS) – Genetische Analyse für personalisierte Therapieansätze

Therapien

  • Roboterchirurgie
  • Laparoskopische Verfahren
  • Endoskopische Verfahren
  • Lasertherapie
  • Kontinenz-Chirurgie
  • Prothetik
  • komplette Bandbreite der uroonkologischen Systemtherapien (Zytostatika, Immuntherapie, Antikörper), stationär oder ambulant

Studien

Forschung und wissenschaftlicher Fortschritt sind entscheidend für die Weiterentwicklung der Medizin und die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten – besonders in der Uro-Onkologie. Im Uro-Onkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel setzen wir auf innovative Forschung, um die Therapie von urologischen Krebserkrankungen kontinuierlich zu optimieren und neue, vielversprechende Behandlungsmethoden zu entwickeln.

Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und haben die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen, die eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung der Uro-Onkologie spielen.

Durch unsere Studien und Forschungsprojekte tragen wir dazu bei, die Zukunft der Uro-Onkologie mitzugestalten – immer mit dem Ziel, die bestmögliche Behandlung und die höchste Lebensqualität für unsere Patienten und Patientinnen zu erreichen.

1. Optimum (Rekrutierung abgeschlossen)
  • Optimierung der Prostatabiopsie – Mikroultraschall versus MRT (Studie PubMed)
  • Rolle des 29-MHz-Mikroultraschalls bei der Steuerung der Protata-Biopsie bei Männern mit klinischem Verdacht auf Prostata-Krebs
2. PCO-Studie
  • Die Prostate Cancer Outcomes-Studie (PCO) hat es sich zum Ziel gesetzt, die patientenberichtete Ergebnisqualität beim lokal behandelten
Prostatakarzinom (PCa) zu erheben und zwischen von der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) zertifizierten Zentren zu vergleichen.
3. NO-Studie
  • Therapiebegleitende Darstellung des Versorgungsalltages in der integrativen Onkologie.
  • Das NO ist ein Zusammenschluss von Kliniken und Arztpraxen und Ziel der NO-Studie ist eine Qualitätssicherung und die wissenschaftliche Weiterentwicklung von onkologischen Therapieverfahren.
4. INKA-Studie
  • INKA-Studie ist eine Validierungsstudie, die die Wirksamkeit einer Patienten-App messen soll. Es ist eine zweiarmige, open-label, kontrollierten, multizentrischen Studie. Eingeschlossen werden 120 Patienten mit einer Überaktiven Blase in der nassen Form und 60 Patienten mit einer Überaktiven Blase in der trockenen Form (ggf. mit einer additiven Belastungskomponente).
5. BIK-App-Studie
  • BIK-Studie untersucht den Therapievorteil durch Verwendung der DiGA Femanea bei Belastungsinkontinenz
  • Vortstudie ist abgeschlossen, Hauptstudie folgt
6. ULTRA PRO
  • Englischer Titel: ULTRA PRO – Urothelial Carcinoma of the upper TRAct – PROspective evaluation of long term complications and oncological outcome
  • Beobachtungsstudie, prospektiv, multizentrisch
    Komplikationsrate und onkologisches Outcome bei nephroureterektomierten oder ureterteilresezierten Patienten mit UTUC.
    Aktuell 67 von 104 Patienten rekrutiert (Stand 03.06.2024)
7. MUSIC-Screeningstudie
  • MUSIC-Screeningstudie dient dem Vergleich mpMRT der Prostata vs. diagnostischer, transrektaler 29Mhz Mikroultraschall der Prostata in der Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms (Studienanmeldung läuft, Rekrutierung startet voraussichtlich Ende 2025)

Unser Team
Erfahrung und Fachkompetenz

Univ.-Prof. Dr.
Hendrik Borgmann
Klinikdirektor der Klinik für Urologie und Kinderurologie
Matthias Götze
Leitender Oberarzt
Prof. Dr. med.
Julian P. Struck
Geschäftsführender Oberarzt
+

Zurück