eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist ein grundlegender Bestandteil, um die Lebensfunktionen unseres Körpers optimal zu erhalten und unsere Gesundheit, die Lebensqualität und unser Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.
Viele Erkrankungen können durch eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten positiv verändert werden, so dass die Ernährungstherapie als Ergänzung zur medizinischen Behandlung unterstützend wirkt.
Die Ernährungstherapie richtet sich an Menschen, die an einer Krankheit leiden oder krankhafte Ernährungsprobleme haben, mit dem Ziel, den Verlauf einer Krankheit durch eine angepasste Ernährung positiv zu beeinflussen, Mangelernährung zu vermeiden oder abzumildern, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Patientin oder des Patienten aktiv zu steigern. Auch ein verringerter Medikamentenbedarf oder eine Reduktion der Liegedauer im Krankenhaus kann das Ziel einer Ernährungstherapie sein.
Neben der Individualisierung und Aufwertung der Kost und dem Einsatz hochkalorischer Zusatznahrung, gehören auch die enterale und parenterale Ernährung zu den Werkzeugen der Ernährungstherapie.
Um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen, arbeiten wir, in Ergänzung unserer Ernährungsmedizinerin, eng interdisziplinär mit den anderen Fachbereichen des Klinikums zusammen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der Ernährungstherapie
Die Ernährungstherapie umfasst alle ernährungsbezogenen Maßnahmen zur Wiederherstellung von Gesundheit und Wiedererlangung des Handlungsvermögens von Patienten.
Neben der Optimierung der oralen Kost, kommt in diesem Zusammenhang die leitliniengerechte enterale und parenterale Unterstützung zum Tragen.
Ein spezieller Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Erkennung und Behandlung der Mangelernährung, die als Folge von akuten oder chronischen Erkrankungen entstehen kann und oft kaum bzw. viel zu spät wahrgenommen wird. Davon ist in Deutschland jeder zweite bis fünfte Patient im Krankenhaus betroffen.
Als enterale Ernährung bezeichnet man die Gabe von Nährstoffen in flüssiger Form über den Verdauungstrakt. Eine solche Form der unterstützenden Ernährung kann notwendig sein, wenn Patienten aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr ausreichend schlucken können oder dürfen. Die enterale Ernährung kann auch unterstützend zur normalen oralen Ernährung verabreicht werden, wenn dies im Falle einer Mangelernährung angezeigt ist.
Bei der parenteralen Ernährung werden Nährstoffe in Form einer speziellen Infusionslösung über den Blutweg direkt in die Vene verabreicht. Diese Form der Ernährung kann notwendig sein, wenn der Verdauungstrakt nicht oder nur teilweise in der Lage ist, Nährstoffe aufzunehmen oder zu verarbeiten.
Diese kann auch kombiniert mit enteraler Ernährung oder normaler oraler Ernährung verabreicht werden.
Ein weiterer Teil unserer Arbeit umfasst die enge Zusammenarbeit mit unserem Küchenteam, das für die Verpflegung am Klinikum verantwortlich ist, und die Gestaltung, Überprüfung und Optimierung des Verpflegungskatalogs, der die allgemeinen und speziellen Kostformen beinhaltet.
Der Verpflegungskatalog ist Vertragsbestandteil der Patientenversorgung und stellt eine optimale Ernährung nach diätetischen Richtlinien sicher.
Ernährung in einer Palliativsituation
Die Ernährungstherapie ist auch in allen Phasen der palliativmedizinischen Behandlung ein wesentlicher Bestandteil. Ziel der Ernährungstherapie ist es, die Lebensqualität unserer Patienten unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse zu verbessern.
Der Erhalt der Lebensqualität und des Wohlbefindens steht hier im Vordergrund unseres Bestrebens.
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