18. November 2025

Das übersehene Leiden

Kunst von psychisch erkrankten Menschen will Aufmerksamkeit schaffen

Noch bis zum 12. Januar zeigt das Uniklinikum im Eingangsbereich zur Physiotherapie Kunstwerke von Menschen, die psychisch erkrankt sind. Eröffnet wurde die Präsentation am 7. Oktober anlässlich der Woche der seelischen Gesundheit. Es sei wichtig, dass mit dieser Wanderausstellung auf psychische Erkrankungen aufmerksam gemacht werde, erklärt Gabriele Wolter, Geschäftsführerin des Universitätsklinikums. Denn diese Erkrankungen würden in der Gesellschaft leider immer noch viel zu wenig beachtet.

In Zusammenarbeit mit der Psycho-Sozialen-Arbeitsgemeinschaft (PSAG) der Stadt Brandenburg an der Havel werden sowohl Bilder als auch Skulpturen präsentiert. Sie sind in Kursen der Fliedners Lafim-Diakonie gGmbH sowie der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel gGmbH entstanden. Gezeigt werden die Kunstwerke mit kurzen Erklärungen. Die Präsentation der Kunst in der Öffentlichkeit soll dabei helfen, das Tabu aufzubrechen, mit dem psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft behaftet sind. Viel zu oft werden Betroffene im Alltag stigmatisiert. Diese Vorurteile zu bekämpfen – das ist das Ziel der Kunstausstellung. Für dieses Anliegen gibt das Uniklinikum, das Menschen in den unterschiedlichsten Notlagen hilft, gern eine Plattform.

Geschäftsführerin Gabriele Wolter wies darauf hin, dass es für Betroffene wichtig sei, sich Hilfe zu suchen. Wenn das Umfeld etwas von den Problemen bemerke, würden die Erkrankten oft schon tief in einer Krise stecken. Es gehe darum, schnell helfen zu können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Uniklinikums haben beispielsweise die Möglichkeit, sich bei psychischen Problemen an den Arbeitsmedizinischen Dienst zu wenden.

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